Die Arthrose (englisch: Osteoarthritis/OA) ist durch die degenerative Zerstörung des Gelenkknorpels unter enger Einbeziehung der subchondralen Region und Beeinträchtigung der angrenzenden Strukturen wie Muskeln, Kapseln und Bänder charakterisiert. Nach Daten der Studie zur Gesundheit Erwachsener in Deutschland (DEGS1) wurde bei 20,3 % der Personen zwischen 18 und 79 Jahren jemals eine Arthrose ärztlich festgestellt. Das entspricht 12,4 Millionen Betroffenen (1). Bei beiden Geschlechtern korreliert eine deutliche Zunahme der Lebenszeitprävalenz der Arthrose mit steigendem Alter. Vor dem 30. Lebensjahr ist die Häufigkeit mit < 2 % sehr selten. Zwischen der 5. und 6. Lebensdekade sind hingegen 16,6 % der Frauen und 13,3 % der Männer betroffen; danach steigt die Prävalenz auf 33 % respektive 25 % (2). Nach dem 70. Lebensjahr sind Cox- und Gonarthrose bei Frauen häufiger (3). In Deutschland sind jährlich 30 % der Frühberentungen mittelbar auf diese Erkrankung zurückzuführen (4).
Das Beispiel der Fingerpolyarthrose (bei Frauen 9-mal häufiger) verdeutlicht, dass neben Überlastungen, mechanisch ungünstig wirksamen Achsverhältnissen oder erhöhtem BMI auch hormonelle und genetische Faktoren in der Genese der Arthrose eine Rolle spielen. Letzteres wurde in einer australischen
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